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ngiyaw eBooks
Mittwoch, 9. September 2009
Montag, 24. August 2009
Dieses Blog wird in zwei Wochen gelöscht.
Liebe LeserInnen,
ich habe mich entschlossen das Blog blog.ngiyaw-ebooks.org mit dem Blog Gedankenfetzen unter der Adresse gedankenfetzen.org weiterzuführen.
Auf der Vezsenyer Seite finden Sie übrigens die Gedankenfetzen, bei der ungarischen Version unter Gondolatszikrák - gondolatsikrak.org (Gedankensplitter), wo Sie manches - aber bei weitem nicht alles und aber dafür etliches anderes - finden - auf ungarisch!
Also keine große Neuerung, aber eine kleine Änderung.
Alles Gute wünscht
Peter
Dieses Blog wird in zwei Wochen gelöscht.
ich habe mich entschlossen das Blog blog.ngiyaw-ebooks.org mit dem Blog Gedankenfetzen unter der Adresse gedankenfetzen.org weiterzuführen.
Auf der Vezsenyer Seite finden Sie übrigens die Gedankenfetzen, bei der ungarischen Version unter Gondolatszikrák - gondolatsikrak.org (Gedankensplitter), wo Sie manches - aber bei weitem nicht alles und aber dafür etliches anderes - finden - auf ungarisch!
Also keine große Neuerung, aber eine kleine Änderung.
Alles Gute wünscht
Peter
Dieses Blog wird in zwei Wochen gelöscht.
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Löschung von ngiyaws Blog
Freitag, 14. August 2009
Open Access Mentalität ...
... They're only putting in a Nickel and they want a Dollar song ...
Ein kleiner Gedanke - heute am Freitag, 40Jahre Woodstock.
... heute , als ich diesen Song mir wieder mal anhörte, dachte ich etwas Seltsames, wie es doch so vernagelte Open Access Fanatiker in manchen Gemeinden des Internet gibt, die unter dem edlen Deckmantel: Kultur gehört der Allgemeinheit; kann man ja kaum was dagegen sagen ..., wie Ausbildung jedem offen stehen muss, wie das Recht auf freie Meinungsäußerung, und und und - die Leistung anderer ignorieren und unter dem Gebrülle "Open Access" wie mit einem Rasenmäher über eine frisch erstandene Blumenrabatte fahren, die mit Enthusiasmus für Literatur zum Beispiel mühsam angelegt und aufgebaut wurde und schreien, seht her, das was der macht steht unter keinem Urheberrecht mehr und ist ja copyfraud wenn er anderes behauptet, vielleicht nur um sich vor dem Rasenmäher zu schützen, ... wobei sie Recht haben diese Leute - zumindest zum Teil..., das gehört uns ... allen ... vor allem aber mir der am besten schreit ...
Ja - mit einem Lächeln auf den Lippen
wünscht den LeserInnen von ngiyaw eBooks viel Spaß bei dem Song
Peter
Ein kleiner Gedanke - heute am Freitag, 40Jahre Woodstock.
... heute , als ich diesen Song mir wieder mal anhörte, dachte ich etwas Seltsames, wie es doch so vernagelte Open Access Fanatiker in manchen Gemeinden des Internet gibt, die unter dem edlen Deckmantel: Kultur gehört der Allgemeinheit; kann man ja kaum was dagegen sagen ..., wie Ausbildung jedem offen stehen muss, wie das Recht auf freie Meinungsäußerung, und und und - die Leistung anderer ignorieren und unter dem Gebrülle "Open Access" wie mit einem Rasenmäher über eine frisch erstandene Blumenrabatte fahren, die mit Enthusiasmus für Literatur zum Beispiel mühsam angelegt und aufgebaut wurde und schreien, seht her, das was der macht steht unter keinem Urheberrecht mehr und ist ja copyfraud wenn er anderes behauptet, vielleicht nur um sich vor dem Rasenmäher zu schützen, ... wobei sie Recht haben diese Leute - zumindest zum Teil..., das gehört uns ... allen ... vor allem aber mir der am besten schreit ...
Ja - mit einem Lächeln auf den Lippen
... They're only putting in a Nickel and they want a Dollar song ...
wünscht den LeserInnen von ngiyaw eBooks viel Spaß bei dem Song
Peter
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Melanie,
Open Access,
Open Source
Montag, 13. Juli 2009
Karl Kraus' Schoberlied
Bin ich heute wieder zufällig drübergestolpert - und möchte ich Ihnen nicht vorenthalten, obwohl es schon länger auf ngiyaw eBooks ist!
Schoberlied gesungen von Karl Kraus:
Schoberlied gesungen von Karl Kraus:
Ja das ist meine Pflicht, bitte
sehn S' denn das nicht.
Das wär' so a G'schicht,
tät' ich nicht meine Pflicht.
Auf die Ordnung erpicht,
bin ich treu meiner Pflicht.
Wenn ein Umsturz in Sicht,
ich erfüll' meine Pflicht.
Die Elemente vernicht'
ich bezüglich der Pflicht.
Doch wenn einer einbricht,
hätt' ich auch eine Pflicht.
Nur erwisch' ich ihn nicht,
wie es wär' meine Pflicht.
Da genügt ein Bericht
hinsichtlich der Pflicht.
Der ist schon ein Gedicht,
das nur handelt von Pflicht.
Denn stets Wert und Gewicht
leg' ich nur auf die Pflicht.
In Gemäßheit der Pflicht
hab' ich's manchem schon g'richt'.
An's Licht, hinter's Licht
führ' ich alles nach Pflicht.
Man glaubt mir aufs Gsicht,
da is nix drin als Pflicht.
Schon mein Auge besticht,
denn es spricht nur von Pflicht.
Und mein Herz ist so schlicht
und schlagt nur nach der Pflicht.
Das Geschwornengericht
hat verletzt seine Pflicht.
Wenn's Verschworne freispricht,
ja wo bleibt da die Pflicht.
Daß ich aufs Amt nicht verzicht',
das gebietet die Pflicht.
Wohl wagt's mancher Wicht
und verkennt meine Pflicht.
Doch vors G'richt geh' ich nicht,
das ist nicht meine Pflicht.
Labels:
Karl Kraus,
Schoberlied
Mittwoch, 8. Juli 2009
Franz Kafka - Der Kübelreiter

Nicht eben die besten Erinnerungen tauchen auf, wenn ich an den Kübelreiter denke, den ein junger, energiegeladener Referendar im Fach Deutsch mir zur Interpretation in der 10. oder 11. Klasse vorgelegt hat.
Doch Jahre später las und natürlich jetzt insbesonders lese ich Kafka gerne und immer wieder entdecke ich das eine oder andere Neue.
Hier der Text, basierend auf der Transkription bei der deutschsprachigen Wikisource, wo sie eine Reihe von weiteren Texten von diesem Schriftsteller - besonders Texte aus Zeitschriften - finden.
Natürlich werden Sie auch bei uns fündig - ngiyaw eBooks - (... und um es hier auch noch mal zu erwähnen: um zur Hauptseite mit der Navigation zu gelangen, klicken Sie dort bitte links oben auf der Seite auf das Katzensymbol mit dem entsprechenden Text - die Site hat Frames!) - Texte als eBook und/oder eText.
Der Kübelreiter.
Verbraucht alle Kohle; leer der Kübel; sinnlos die Schaufel; Kälte atmend der Ofen; das Zimmer vollgeblasen von Frost; vor dem Fenster Bäume starr im Reif; der Himmel, ein silberner Schild gegen den, der von ihm Hilfe will. Ich muß Kohle haben; ich darf doch nicht erfrieren; hinter mir der erbarmungslose Ofen, vor mir der Himmel ebenso, infolgedessen muß ich scharf zwischendurch reiten und in der Mitte beim Kohlenhändler Hilfe suchen. Gegen meine gewöhnlichen Bitten aber ist er schon abgestumpft; ich muß ihm ganz genau nachweisen, daß ich kein einziges Kohlenstäubchen mehr habe und daß er daher für mich geradezu die Sonne am Firmament bedeutet. Ich muß kommen wie der Bettler, der röchelnd vor Hunger an der Türschwelle verenden will und dem deshalb die Herrschaftsköchin den Bodensatz des letzten Kaffees einzuflößen sich entscheidet; ebenso muß mir der Händler, wütend, aber unter dem Strahl des Gebotes »Du sollst nicht töten!« eine Schaufel voll in den Kübel schleudern.
Meine Auffahrt schon muß es entscheiden; ich reite deshalb auf dem Kübel hin. Als Kübelreiter, die Hand oben am Griff, dem einfachsten Zaumzeug, drehe ich mich beschwerlich die Treppe hinab; unten aber steigt mein Kübel auf, prächtig, prächtig; Kameele, niedrig am Boden hingelagert, steigen, sich schüttelnd unter dem Stock des Führers, nicht schöner auf. Durch die fest gefrorene Gasse geht es in ebenmäßigem Trab; oft werde ich bis zur Höhe der ersten Stockwerke gehoben; niemals sinke ich bis zur Haustüre hinab. Und außergewöhnlich hoch schwebe ich vor dem Kellergewölbe des Händlers, in dem er tief unten an seinem Tischchen kauert und schreibt; um die übergroße Hitze abzulassen, hat er die Tür geöffnet.
»Kohlenhändler!« rufe ich mit vor Kälte hohl gebrannter Stimme, in Rauchwolken des Atems gehüllt, »bitte, Kohlenhändler, gib mir ein wenig Kohle. Mein Kübel ist schon so leer, daß ich auf ihm reiten kann. Sei so gut. Bis ich kann, bezahle ichs«.
Der Händler legt die Hand ans Ohr. »Hör ich recht?« fragte er über die Schulter weg seine Frau, die auf der Ofenbank strickt, »hör ich recht? Eine Kundschaft«.
»Ich höre gar nichts«, sagt die Frau, ruhig aus- und einatmend über den Stricknadeln, wohlig im Rücken gewärmt.
»O ja«, rufe ich, »ich bin es; eine alte Kundschaft; treu ergeben; nur augenblicklich mittellos«.
»Frau«, sagt der Händler, »es ist, es ist jemand; so sehr kann ich mich doch nicht täuschen; eine alte, eine sehr alte Kundschaft muß es sein, die mir so zum Herzen zu sprechen weiß«.
»Was hast du, Mann?« sagte die Frau und drückt, einen Augenblick ausruhend, die Handarbeit an die Brust, »niemand ist es, die Gasse ist leer, alle unsere Kundschaft ist versorgt; wir könnten für Tage das Geschäft sperren und ausruhn«.
»Aber ich sitze doch hier auf dem Kübel«, rufe ich und gefühllose Tränen der Kälte verschleiern mir die Augen. »Bitte seht doch herauf; Ihr werdet mich gleich entdecken; um eine Schaufel voll bitte ich; und gebt Ihr zwei, macht Ihr mich überglücklich. Es ist doch schon alle übrige Kundschaft versorgt. Ach, hörte ich es doch schon in dem Kübel klappern!«
»Ich komme«, sagt der Händler und kurzbeinig will er die Kellertreppe emporsteigen, aber die Frau ist schon bei ihm, hält ihn beim Arm fest und sagt: »Du bleibst. Läßt Du von Deinem Eigensinn nicht ab, so gehe ich hinauf. Erinnere Dich an Deinen schweren Husten heute nachts. Aber für ein Geschäft und sei es auch nur ein eingebildetes, vergißt Du Frau und Kind und opferst Deine Lungen. Ich gehe.« »Dann nenn ihm aber alle Sorten, die wir auf Lager haben; die Preise rufe ich Dir nach.« »Gut«, sagte die Frau und steigt zur Gasse auf. Natürlich sieht sie mich gleich.
»Frau Kohlenhändlerin«, rufe ich, »ergebenen Gruß; nur eine Schaufel Kohle; gleich hier in den Kübel; ich führe sie selbst nach Hause; eine Schaufel von der schlechtesten. Ich bezahle sie natürlich voll, aber nicht gleich, nicht gleich.« Was für ein Glockenklang sind die zwei Worte »nicht gleich« und wie sinnverwirrend mischen sie sich mit dem Abendläuten, das eben vom nahen Kirchturm zu hören ist!
»Was will er also haben?« ruft der Händler. »Nichts« ruft die Frau zurück, »es ist ja nichts; ich sehe nichts, ich höre nichts; nur sechs Uhr läutet es und wir schließen. Ungeheuer ist die Kälte; morgen werden wir wahrscheinlich noch viel Arbeit haben.«
Sie sieht nichts und hört nichts; aber dennoch löst sie das Schürzenband und versucht mich mit der Schürze fortzuwehen. Leider gelingt es. Alle Vorzüge eines guten Reittieres hat mein Kübel; Widerstandskraft hat er nicht; zu leicht ist er; eine Frauenschürze jagt ihm die Beine vom Boden.
»Du Böse!« rufe ich noch zurück, während sie, zum Geschäft sich wendend, halb verächtlich, halb befriedigt mit der Hand in die Luft schlägt »du Böse! Um eine Schaufel von der schlechtesten habe ich gebeten und du hast sie mir nicht gegeben.« Und damit steige ich in die Regionen der Eisgebirge und verliere mich auf Nimmerwiedersehen.
Labels:
Franz Kafka,
Kübelreiter
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